Am 11.11.1965 wurden die Almenholzer von

Karl Binder, Hugo Brachat, Herbert Fahr, Gerd Fehringer, Albert Gassner, Rudolf Handloser, Leonhard Kupprion, Franz Lang, Helmut Müller und Peter Wick unter dem damaligen Zunftmeister Gerd Fritz gegründet.

Gerd Fritz war es zu verdanken, dass die Narrenzunft Gerstensack dem " karnevalistischen Hochadel " den Rücken kehrte und sich dem heimatlichen Brauchtum zuwandte. So war es nur folgerichtig, innerhalb der Narrenzunft ein bodenständige Männergruppe zu etablieren, die der "Almenholzer".

Bei der darauffolgenden Fasnet hatten die "Almenholzer" anlässlich des Zunftballs ihren ersten öffentlichen Auftritt. Axtschwingend marschierten sie ihn ihrer originellen Kluft in die Eichendorffhalle in Gottmadingen ein und wurden von dem närrischen Publikum begeistert empfangen.

Anfangs wurde die Gruppe von Helmut Müller und Karl Binder geleitet. Ihnen folgte Peter Wick, der das Amt des Oberholzers lange Jahre inne hatte. Aufgrund seiner Verdienste wurde er zum Ehrenoberholzer ernannt. Danach wirkte Helmut Handloser als Oberholzer, der diese Amt 2001 an Erwin Schatz weiter gab. Ab 2007 wurden die Almenholzer von John Weber erfolgreich geführt. Da dieser sich aber 2015 für die Tätigkeit des Zunftmeisters zur Verfügung stellte, musste ein neuer Oberholzer gesucht werden. Dieser konnte in Joachim Fahr gefunden werden.

Die Bezeichnung der "Almenholzer" lag nahe, wird doch jedes Jahr der Narrenbaum im Gewann "Almend" geschlagen. Und die oberste Aufgabe der Almenholzer ist es, jedes Jahr für den Narrenbaum, das Wahrzeichen der Fasnet, zu sorgen.

So versammeln sich die Holzer jeden "Schmutzige Dunschtig" im Almen. Dort wird der am Tag zuvor geschlagene Narrenbaum hergerichtet und auf den Narrenbaumwagen verladen. Das war früher mit gewissen Risiken verbunden. Bedienten sich doch ein paar schlitzohrige Ebringer des gerichteten Baumes und die Almenholzer mussten sich erneut ans Werk machen. Um diesem Narrenbaumfrevel ein Ende zu setzten, wurde der Ebringer Ericht Schlatter im darauf folgenden Jahr bei den Almenholzern aufgenommen. Seither ist der Baum wieder sicher.

Traditionell treffen sich dann verschiedene Mitglieder der übrigen Gruppen am "Holzerstein" im Almen, der anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums in einer holzertypischen "Blitzaktion" dort aufgestellt wurde.

Bei Getränken und einer Grillwurst wird der Narrenbaum von unserem Zeremonienmeister unter großem Hallo getauft und für die Fasnet geadelt. Wenn dann unser Trinkspruch, eine kräftiges "Holz auf - Holz zieh --- Holz ab" durch den Almen schallt, ist die Zeremonie beendet.

Nach einer kurzen Ruhepause in unserm eigenen Holzerwagen, den einige fleißige Holzer restauriert haben, wird der Baum dann ins Dorf gebracht. Ein kleinerer Baum wird dann zunächst am Altenpflegeheim St. Hildegard gestellt. Unter den Klängen des Gerstensacklied´s werden wir dort von den Bewohnern herzlich empfangen.
Der große Narrenbaum wird dann nach dem Umzug am Spätnachmittag mit vereinten Kräften am alten Rathaus aufgerichtet.

Die ganze Fasnet über gehören die Almenholzer dann zu den "Aktivposten" der Narrenzunft Gerstensack. Dies wird u.a. durch unseren traditionellen Umzugswagen am "Fasnet-Mäntig" deutlich von dem aus wir unseren Glühmoscht ausschenken.

In den letzten Jahren verkaufen die "Narren-Kids", also der Nachwuchs unserer Zunft, über die Fasnacht Narrenbaumlose. Die Verlosung wird durch den Oberholzer vor der Fasnachtsverbrennung druchgeführt.

Am Aschermittwoch ist es dann wieder Aufgabe der Holzer den Narrenbaum zu fällen.

Er wird dann fachgerecht gefällt, zerlegt und dem neuen Eigentümer frei Haus geliefert. Den geschwächten Almenholzern wird danach dann oft noch ein Vesper angeboten, das wir immer wieder gerne annehmen.

Wer allerdings meint, damit seien die Aktivitäten der Almenholzer beendet, sollte sich noch auf der Seite AKTIVITÄTEN umsehen
www.almenholzer.de